EU Law Clashes with Prohibitive Bans: KIT Karlsruhe Boosts Mastodon While Legal Experts Debunk National Social Media Outlaws
Key points
SUPPORT
Institutions like KIT Karlsruhe are actively adopting and expanding use of Mastodon for internal scientific communication, signaling institutional migration away from Big Tech.
Confirmed by @[email protected] reporting the opening of the instance for all employees.
SUPPORT
Centralized platforms are seen as structurally flawed due to algorithmic control and monetization, leading to committed financial support for decentralized alternatives.
@[email protected] announced a direct financial commitment to norden.social after abandoning free usage.
SUPPORT
Advocacy for decentralized infrastructure (Mastodon, Pixelfed) is being actively promoted to users and organizations.
@[email protected] actively directs users to technical guides, such as using ActivityPub on WordPress.
OPPOSE
National social media bans, such as the Australian model, face significant legal headwinds when assessed against established EU law.
@gastautor.in details that national bans are weak against the comprehensive nature of the DSA and proportionality checks.
SUPPORT
The conversation elevates accessibility (Hörbehinderung, Sehbehinderung) to a core, non-negotiable requirement for any discussion about the Fediverse.
@[email protected] emphasizes that lack of diversity in experience must be central to the Fediverse discussion.
MIXED
The legal consensus shifts focus from prohibition to mandatory platform redesign.
Experts point to the DSA's Article 28 requirement—mandating platforms to design age-appropriate safeguards—as the functional replacement for outright bans.
Source posts
Gerade gelesen, dass dieses #wedium (bisher bekannt: nicht offen, nicht föderierbar, Algorithmus-getrieben, werbe- und beitragsfinanziert, gewinnorientiert) keine Alternative für irgendwas werden wird. Hab deshalb jetzt einen Dauerauftrag für norden.social angelegt. Hab mich lange genug kostenlos hier gelümmelt und eh gerade Apple TV gekündigt.
Infos zur Finanzierung hier: https://blog.norden.social/finanzielles
Danke für diese gut gepflegte Instanz @leuchtturm.
#Fediverse #SocialNetwork #Mastodon
5 boosts · 7 favs · 1 replies · Apr 17, 2026
#mastodon#socialnetwork#fediverse#wedium
Das ist zwar im #Fediverse "preaching to the choir", aber es zeigt wie wichtig solche dezentralen Medieninfrastrukturen wie #Mastodon #Pixelfed und #Peertube sind.
Schleppt eure Leute und Organisationen zum #diday. Installiert auf #Wordpress das #ActivityPub Plugin von @pfefferle ! Und berichtet darüber gerne!
#antifa
@ndaktuell https://troet.cafe/@ndaktuell/116414861166235109
4 boosts · 4 favs · 0 replies · Apr 17, 2026
#fediverse#mastodon#pixelfed#peertube#diday#wordpress
RE: https://mastodon.social/@Sylviaborin/116338774383941846
Hallo, ihr kreatives Fedi-Volk!
Noch bis morgen Abend habt ihr die Gelegenheit, euch von Sylvias zauberhaftem Bild zu einem Gedicht, einer Kurzgeschichte, einem Werbetext, einer Reportage, zu Ascii-Art oder was auch immer inspirieren zu lassen und das mit uns allen zu teilen!
Ran an die Bleistifte und Tastaturen!
#Schreiben #Literatur #HashtagSpiel
2 boosts · 1 favs · 0 replies · Apr 7, 2026
#schreiben#literatur#hashtagspiel
Eine rückschrittliche, dumme Entscheidung nach der anderen von unserer #Bundesregierung. Schlimm daran: Die werden weiter gewählt. Woran liegt das? Medienversagen? Social Media? Erziehung?
0 boosts · 0 favs · 0 replies · Apr 14, 2026
#bundesregierung
Was ich mir hier bei Mastodon weiterhin immer noch wünsche:
Ein Bewusstsein von allen
dafür, dass sich hier auch Menschen befinden,
die anderen Informationszugang haben, andere Wahrnehmung, anderen (Sinn-)Fokus, anderen Alltag aus den verschiedensten Gründen uvm.
#Hörbehinderung
#Sehbehinderung #Taub #Blind #Neurodiversity #AuDHS #ALTText #Untertitel #Transkription #BildBeschreibung #Diversity im Fediverse
#Barrierefreiheit
0 boosts · 0 favs · 0 replies · Oct 30, 2025
#horbehinderung#sehbehinderung#taub#blind#neurodiversity#audhs
Social Media für Kinder verbieten? So einfach ist es nicht
Verbote klingen einfach – doch Juristen, IT-Forscher und Neurowissenschaftler warnen vor ganz anderen Problemen.
https://www.heise.de/-11193150?wt_mc=sm.red.ho.mastodon.mastodon.md_beitraege.md_beitraege&utm_source=mastodon
#Datenschutz #DigitalServicesAct #Instagram #Jugendschutz #Snapchat #SocialMedia #TikTok #news
1 boosts · 0 favs · 0 replies · Feb 27, 2026
#datenschutz#digitalservicesact#instagram#jugendschutz#snapchat#socialmedia
Macht Jugendschutz schlechter
Australisches Modell: „Ein Social-Media-Verbot macht den Jugendschutz schlechter“
Seit Australien Minderjährige aus sozialen Medien aussperrt, vergeht hier keine Woche ohne Forderungen nach ähnlichen Verboten. Im Interview warnt Medienrechtler Stephan Dreyer: Die politische Debatte habe sich von Forschung und Rechtslage entkoppelt.
Bis zu ihrem 16. Geburtstag dürfen Kinder und Jugendliche in Australien keine Accounts auf Instagram, TikTok, YouTube oder Reddit haben. Seit dem 10. Dezember 2025 dürfen sie dort nichts liken, kommentieren oder gar selbst hochladen. Inhalte hinter einer Log-in-Schranke können sie sich nicht anschauen. Außer natürlich sie umgehen das Verbot mit simplen Werkzeugen wie VPN-Diensten.
Dieses australische Modell fordern inzwischen auch führende Politiker*innen in Deutschland und Europa. Zu den prominenteren Befürwortern gehört der französische Präsident Emmanuel Macron. Ende Januar hat ein französisches Gesetz die erste Hürde in der Nationalversammlung genommen, dem Unterhaus des Parlaments. Ähnliche Vorstöße gibt es auch in Spanien, Griechenland und Österreich.
In Deutschland hat die Bundesregierung zunächst eine Expert*innen-Kommission eingerichtet. Sie soll „Schritte für einen effektiven Kinder- und Jugendmedienschutz prüfen“. Dennoch ist die Debatte um ein Verbot bereits heißgelaufen. Sobald einzelne deutsche Politiker*innen das Social-Media-Verbot befürworten, machen Nachrichtenmedien daraus eine Schlagzeile.
Währenddessen setzt die EU-Kommission bereits bestehende Jugendschutz-Regeln weiter um. Jüngst hat sie deshalb ein Verfahren gegen TikTok gestartet. Im Visier: Das süchtig machende Design der Plattform, deren algorithmisch sortierte Feeds für ihre Sogwirkung bekannt sind. Grundlage ist das Gesetz über digitale Dienste (DSA), das darauf abzielt, Plattformen so zu gestalten, dass Kinder und Jugendliche dort sicherer unterwegs sind.
Ein aufmerksamer Beobachter der Politik rund um Jugendschutz im Netz ist der Medienrechtler Stephan Dreyer. Am Leibniz-Institut für Medienforschung beschäftigt er sich damit, was es heißt, mit digitalen Medien aufzuwachsen. Im Interview erklärt er, warum nationale Social-Media-Verbote in der EU auf tönernen Füßen stehen – und warum er ein Verbot für Minderjährige trotzdem kommen sieht.
„Es geht um die mentale Krise der Jugend“
Stephan Dreyer, warum wollen alle Social Media für Minderjährige verbieten?
Das Thema kocht gerade global hoch. Zumindest medial wird kolportiert, dass wir eine mentale Krise der Jugend hätten. Demnach sind soziale Medien im schlimmsten Fall an dieser Krise schuld, im besten Fall sollen sie eine Mitschuld tragen. Als erstes ist Australien vorgeprescht. Seit dem 10. Dezember gibt es dort ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige. Seitdem gibt es viele ähnliche Vorstöße, auch in Europa. Was mich daran überrascht, ist, wie entkoppelt der politische Diskurs von Rechtslage und Forschungslage stattfindet.
Wie ist denn die Forschungslage?
Komplex. Es ist unglaublich schwer, Mediennutzung als kausale Ursache psychischer Erkrankungen nachzuweisen. Es verdichten sich allerdings Hinweise, dass bestimmte Nutzungsformen mit bestimmten Erkrankungen zusammenhängen. Zum Beispiel hängt negatives Körperbefinden stark zusammen mit dem sozialen Vergleich auf Social Media. Ein anderes Beispiel sind körperliche Beeinträchtigungen durch Schlafmangel, wenn Kinder und Jugendliche spät abends soziale Medien nutzen. Studien zeigen zwar die Zusammenhänge, aber wir wissen nicht, ob sie kausal sind. Andererseits hat der Staat auch eine Vorsorgeaufgabe, was das gute Aufwachsen von Kindern angeht.
Ist das australische Modell eine gute Vorsorge?
Das wissen wir nicht. Es ist bisher nichts weiter passiert, als dass sich Plattform-Anbieter an das neue Gesetz gehalten und mehrere Millionen Accounts gelöscht und deaktiviert haben. Von einem Erfolg des Gesetzes lässt sich deshalb nicht sprechen. Denn es geht ja um die mentale Krise der Jugend. Bis wir hierzu Ergebnisse sehen, brauchen wir jede Menge gute Forschung und auch ein bisschen Zeit.
Nationales Social-Media-Verbot „nicht anwendbar“
EU-Staaten wie Frankreich, Österreich, Spanien und Griechenland wollen nicht warten. Sie wollen das australische Modell. Und zwar sofort. Geht das?
Es gibt drei Hürden. Die erste ist die Frage, ob Mitgliedstaaten überhaupt ein tatsächlich anwendbares Social-Media-Verbot für Minderjährige einführen können. Das hängt mit dem bestehenden Europarecht zusammen. Dafür muss man in den Digital Services Act (DSA) schauen, der als Verordnung unmittelbar in allen Mitgliedstaaten gilt. Er ist vollharmonisierend, das heißt, er soll den unmittelbaren und abschließenden Rechtsrahmen für Plattform-Governance in der ganzen EU darstellen. Mitgliedstaaten haben also keine Spielräume, nationale Vorschriften für Online-Plattformen zu erlassen, die die gleichen Ziele wie der DSA verfolgen.
Bevor wir über die anderen beiden Hürden sprechen – habe ich das richtig verstanden, ein einzelner EU-Staat darf gar kein nationales Social-Media-Verbot einführen?
Doch. Das Gesetz darf beschlossen werden. Aber es ist nicht anwendbar.
Man darf das Gesetz haben, aber nichts damit machen?!
Genau. Der DSA hat als vollharmonisierendes EU-Recht sogenannten Anwendungsvorrang. Die Frage ist aber, was geschieht, wenn ein nationaler Gesetzgeber dennoch behauptet, das eigene Gesetz sei anwendbar. Und wenn Behörden dennoch anfangen, das Gesetz zu vollziehen. Dann müssten sich die Betroffenen – zum Beispiel Online-Plattformen – erst einmal wehren, und sagen: Das Gesetz ist doch nicht anwendbar. Oder aber sie fügen sich.
Es wäre nicht das erste Mal, dass so etwas passiert. Auch das NetzDG in Deutschland war eklatant europarechtswidrig. Es wurde dennoch beschlossen, in Teilen umgesetzt und später durch einen neuen Gesetzsakt abgeschafft. Es hat den ganzen Lebenszyklus eines Gesetzes durchlaufen.
„Schwere Eingriffe in die Teilhabe- und Kommunikationsrechte“
Als Nicht-Jurist kann ich sagen, das ist verwirrend.
Es kann noch verwirrender werden. Denkbar sind Regulierungen, die Plattformen nicht direkt adressieren, aber dennoch praktisch dazu führen, dass Minderjährige bis zu einer Altersgrenze keine Social-Media-Accounts haben dürfen. Das schafft noch mehr Unklarheit, ob der Anwendungsvorrang des DSA eigentlich umgangen wird oder nicht. Ich weiß aber nicht, ob wir in diese Verästelungen hineingehen wollen.
Lieber nicht. Ich bin noch am verarbeiten, dass sich Mitgliedstaaten sehenden Auges über EU-Recht hinwegsetzen könnten. Was ist das EU-Recht wert, wenn Staaten am Ende tun und lassen, was sie wollen?
Das ist, was mir Sorgen macht. Wenn Mitgliedstaaten sagen: Es gibt einen Rechtsrahmen, aber der ist uns egal, dann wirft das die Frage auf, ob man sich überhaupt noch an das Recht halten muss. Ich frage mich, welches Signal das senden soll.
Wie lautet denn die zweite Hürde für nationale Social-Media-Verbote in der EU?
Die zweite große Hürde ist das Herkunftslandsprinzip. Selbst, wenn man um den Anwendungsvorrang herumkommt oder ihn ignoriert, muss sich ein Anbieter nur an die nationalen Vorgaben des EU-Landes halten, in dem er seine Niederlassung hat. Bei den meisten Social-Media-Anbietern ist das Irland. Das heißt, sie müssen sich an irisches Recht halten.
Also solange Irland kein Social-Media-Verbot einführt, könnten Plattformen die Aufsichtsbehörden anderer Länder einfach abblitzen lassen. Verstanden. Und die dritte Hürde?
Das ist das Verhältnismäßigkeitsprinzip, dem jedes Gesetz genügen muss. Hier sind mehrere Fragen zu klären. Erfüllt das Gesetz einen legitimen Zweck? Klar ist Jugendschutz ein legitimer Zweck. Aber ist ein Social-Media-Verbot bis zu einer bestimmten Altersgrenze wirklich erforderlich, um diesen Zweck zu erreichen?
… ist es das?
Hier ist die empirische Evidenz widersprüchlich. Einerseits gibt es die beschriebenen Zusammenhänge zwischen Social-Media-Nutzung und Beeinträchigungen der psychischen Gesundheit. Andererseits bringen soziale Medien für Minderjährige gewichtige Vorteile mit sich: Kommunikation, Information, Austausch mit Peer Groups.
Das wirft auch die Frage nach der Zumutbarkeit eines Social-Media-Verbot auf. Wir sprechen von schweren Eingriffen in die Teilhabe- und Kommunikationsrechte von Minderjährigen. Wenn es ein für den Zweck ebenso effizientes, milderes Mittel gibt, dann muss man das mildere Mittel wählen.
„Man steht vor einer Weggabelung“
Mildere Mittel hat die EU mit dem DSA geschaffen. Betroffene Anbieter müssen demnach prüfen, welche Risiken ihre Dienste für Minderjährige haben und diese Risiken mindern. Aber das scheint die Fürsprecher*innen des Social-Media-Verbots überhaupt nicht zu interessieren. Ist mit dem DSA etwas nicht in Ordnung?
Aus Governance-Sicht bietet der DSA einen schönen Rechtsrahmen. Minderjährige werden nicht ausgeschlossen, aber Plattformanbieter sind laut Artikel 28 DSA dazu verpflichtet, altersangemessene Angebote zu gestalten. Sie müssen Funktionen und Inhalte altersgerecht anbieten. Mit Blick auf die Grundrechte von Kindern und Jugendliche ist das genau, was wir wollen.
Also kann der DSA alle Sorgen lösen?
Das wissen wir noch nicht. Der DSA greift erst seit Feburar 2024. Es hat nochmal ein halbes Jahr gedauert, bis die EU-Kommission handlungsfähig geworden ist. Erst seit September 2024 gibt es Verfahren gegen Plattformen. Aber was dabei genau passiert, wissen wir nicht. Die EU-Kommission liefert hier leider kaum Transparenz. Ich kann verstehen, wenn Menschen sagen: Sie sehen nicht, dass etwas passiert. Es ist noch viel Luft nach Oben bei der Umsetzung von Artikel 28.
Das heißt, man steht vor einer Weggabelung. Entweder man sagt, wir müssen den Vollzug des geltenden Rechts stärker machen. Hier gab es nun gerade letzten Freitag die Mitteilung der EU-Kommission, dass sie in Bezug auf TikTok Verstöße gegen den DSA festgestellt hat. Oder man sagt: Wir müssen jetzt verbieten.
Wer den Weg des Social-Media-Verbots wählt, hat diese großen Hürden vor sich. Warum tun Verbots-Befürworter wie Emmanual Macron oder Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez so, als würden diese Hürden nicht existieren?
Ich kenne die Beweggründe im Einzelnen nicht. Es kann sein, dass Regierungen mit ihren Forderungen Handlungsfähigkeit und Handlungswillen beweisen wollen. Sie könnten den Eindruck erwecken wollen, Probleme anzupacken. Die Vorstöße könnten auch Probebohrungen sein, um zu prüfen, wie die Außenwelt reagiert. Es ist aber auch möglich, dass die Mitgliedstaaten vorpreschen, um die EU-Kommission und den EU-Gesetzgeber unter Zugzwang zu setzen.
„Mögliche Mehrheiten“ für EU-weites Verbot
Könnte denn die EU selbst ein Social-Media-Verbot für Minderjährige einführen?
Ja. Sie könnte mit einer neuen Verordnung ältere Vorgaben überschreiben. Das hätte auch Folgen für den DSA. Anbieter könnten ihre bisherigen Vorsorgemaßnahmen für unter 16-Jährige einstellen. Sie müssten sich um die Jüngeren keine Gedanken mehr machen – denn die dürften laut neuem Gesetz nicht mehr auf ihren Plattformen sein. Ein Social-Media-Verbot macht den Jugendschutz auf Plattformen schlechter.
Will die EU das?
Spätestens seit November 2025 zeichnet sich ab, dass alle drei Akteure der EU zu einem Social-Media-Verobt für Minderjährige bereit wären. Wir sehen, dass es im Rat und im EU-Parlament mögliche Mehrheiten dafür gibt. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat im Herbst gesagt, dass sie Alterskontrollen zumindest prüfen will .
Wie wahrscheinlich ist ein Social-Media-Verbot für Minderjährige in der EU?
Ich bin der Meinung, dass wir nicht mehr über das Ob sprechen, sondern nur noch über das Wie.
Gerade sind Kommission, Parlament und Rat in den finalen Verhandlungen zur CSA-VO, der „Verordnung zur Prävention und Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern“, bekannt als Chatkontrolle. Darin vorgesehen sind – je nach Ausgestaltung – auch strenge und verpflichtende Alterskontrollen für App-Stores und „interpersonelle Kommunikationsdienste“. Also Plattformen mit Chatfunktion. Kurzum, es kann auf Alterskontrollen für die meisten sozialen Medien hinauslaufen. Wo rutschen wir da gerade hinein?
Die Alterskontrollen stehen seit 2022 im Entwurf der EU-Kommission, doch die politische Diskussion hat sich allein an der Chatkontrolle entzündet. Jetzt ist die Zeit knapp, um noch viel dagegen zu tun. Es ist möglich, dass die Verhandlungen schon im Herbst abgeschlossen sind. Es kann also gut sein, dass wir schon sehr bald ein Gesetz haben, das strenge Alterskontrollen für viele Anbieter in der EU vorschreibt.
„Wir reden von einer Diskriminierungs-Technologie“
Dann würde nur noch eine feste Altersgrenze für soziale Medien fehlen, und das australische Modell wäre komplett. Welche Folgen hätten solche Alterskontrollen für Europa?
Ein Gesetz für umfassende Altersüberprüfungen wäre erst der Anfang der Probleme. So eine Vorschrift ist vergleichsweise schnell geschrieben. Dann kommt die Umsetzung. Australien hat einen mehr als 1.000-seitigen Bericht darüber vorgelegt, wie unterschiedlich intrusiv verschiedene Technologien zur Altersüberprüfung sind, welche auch negativen Effekte sie haben können, welche Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung sie mit sich bringen.
Was bedeutet das für uns?
Wenn die Altersüberprüfungen kommen, werden wir uns noch umschauen. Und das meine ich nicht als Drohung. Wir reden von einer Diskriminierungs-Technologie, denn sie soll Menschen nach ihrem Alter diskriminieren. Und immer, wenn man so etwas tut, gibt es einen Fallout, also Fehler in beide Richtungen.
Es wird Menschen geben, die zu jung sind, aber die Altersprüfungen umgehen, und Menschen, die alt genug sind, aber keine Möglichkeit haben, das dem System zu beweisen. Das ist eine Standardsituation der Technikfolgenabschätzung. Je flächendeckener eine Technologie eingeführt wird, desto größer der Fallout.
Sebastian Meineck ist Journalist und seit 2021 Redakteur bei netzpolitik.org. Zu seinen aktuellen Schwerpunkten gehören digitale Gewalt, Databroker und Jugendmedienschutz. Er schreibt einen Newsletter über Online-Recherche und gibt Workshops an Universitäten. Das Medium Magazin hat ihn 2020 zu einem der Top 30 unter 30 im Journalismus gekürt. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem zweimal mit dem Grimme-Online-Award sowie dem European Press Prize. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Sebastian Hinweise schicken | Sebastian für O-Töne anfragen | Mastodon. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.
Über Sebastain Meineck Interview - netzpolitik:
Unter der Kennung "Gastautor:innen" fassen wir die unterschiedlichsten Beiträge externer Quellen zusammen, die wir dankbar im Beueler-Extradienst (wieder-)veröffentlichen dürfen. Die Autor*innen, Quellen und ggf. Lizenzen sind, soweit bekannt, jeweils im Beitrag vermerkt und/oder verlinkt.
2 boosts · 0 favs · 0 replies · Feb 11, 2026
#alterskontrollen#australien#digitalservicesact#dsa#interview#jugendmedienschutz
Wir zünden die nächste Stufe 🚀 : Das #KITKarlsruhe öffnet seine #Mastodon-Instanz für Beschäftigte :mastodon:. Am 1. Juli 2025 hatten wir einen eigenen Server :fedi: in Betrieb genommen, aktuell nutzen rund 20 Organisationseinheiten die Instanz als Plattform für #Wissenschaftskommunikation. Von heute an (15. April 2026) können Beschäftigte des KIT auch einen persönlichen Account anlegen.
Alle Infos dazu im :KIT:-Intranet: Arbeiten am KIT ➡️ Öffentlichkeitsarbeit ➡️ Social Media ➡️ Mastodon
@team
1 boosts · 0 favs · 0 replies · Apr 15, 2026
#kitkarlsruhe#mastodon#wissenschaftskommunikation
Ich bin Lehrerin (BBS), nutze das erste Mal Social Media und bin eigtl. nur und #neuhier, um #Mastodon/das #Fediverse zu entdecken und anderen Lernenden eine Alternative zu den Social-Media-Plattformen der Big-Tech-Konzerne zeigen zu können - ohne personalisierte Werbung und intransparente Algorithmen 🙃 #DIDit
Wenn dabei noch toller Input für den Unterricht abfällt, umso schöner (:
Ich wünsche euch eine fabelhafte Woche.
Maria
2 boosts · 0 favs · 0 replies · Apr 14, 2026
#neuhier#mastodon#fediverse#didit